Entwicklung einer neuen Produktfamilie (September 2016 - Mai 2017)

Neue emaillierte Großspeicherserie

Mit Hilfe des durch den „Brandenburger Innovationsgutschein (BIG)“ geförderten Projektes „Entwicklung einer Produktfamilie“, wurde eine marktfähige und serienreife Produktreihe von emaillierten Trink- und Brauchwasserspeichern mit einem Volumen zwischen 2.500 – 5.000 Litern für den deutschen und europäischen Markt entwickelt. Diese Produktreihe umfasst Speicher ohne, mit einem und mit zwei Glattrohrwärmetauschern, sowie Sonderausführungen.

Durch die hier angewandte Konstruktion dieser Trink- und Brauchwasserspeicher und spezielle Art und Weise der Emaillierung, den verwendeten hochwertigen Materialien, gelang es Großspeicher mit einer Lebensdauer von 10 und mehr Jahren auf den deutschen und internationalen Markt zu bringen und somit erfolgreich eine Marktlücke zu schließen.

Die in einem Stück nach DIN 4753 gefertigten und emaillieren Trink- und Brauchwasserspeicher bis 5.000 Liter haben:
•    einen maximalen Behälterdurchmesser von 1.500 mm (ohne Isolierung),
•    einen Betriebsdruck von bis zu 10 bar,
•    und eine maximale Betriebstemperatur von 95°C.

Die Trink- und Brauchwasserspeicher verfügen über Systemanschlussmöglichkeiten und mehrere Flanschsysteme, über die der Kunde die Möglichkeit hat, optionales Zubehör in Form von austauschbaren E-Heizelementen mit bis zu 5 KW Leistung oder auch Wärmetauscher mit bis zu 114 KW einzubringen.

Des Weiteren ist es geplant, innerhalb der Produktfamilie, projektbezogene Konfigurationen der Speicher als Sonderanfertigung anzubieten.
Hierbei kann der Kunden im Rahmen der technischen Möglichkeiten über die Speicherdimensionen (Durchmesser, Höhe, Druckfestigkeit, Isolierungsstärke usw.), die gewünschten Anschlüsse, Flanschsysteme bis hin zu einem oder mehreren fest eingebauten Wärmetauschern frei entscheiden.


Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der FH Nordhausen (01.05.10 - 30.09.12)

Optimierung der Gebrauchswerte von Standardsolarspeichern

Die von der EU geplante Einführung von Energie-Labels für Warmwasserbereiter auf Basis der ELD-Richtlinie wird energieeffizienten Trinkwasserspeichern einen deutlichen Marktvorteil verschaffen. Aber nicht nur der Wärmebereitschaftsaufwand, auch andere Leistungsparameter wie Speicherkapazität und Dauerleistung zeigen ein großes Optimierungspotenzial.

Ziel der zweijährigen Forschungskooperation mit der FH Nordhausen war die objektive Definition des Gebrauchswertniveaus und die Verbesserung/Optimierung der Leistungsparameter von Standardspeichern zur Trinkwassererwärmung, ohne die Herstellungskosten zu erhöhen. Dazu wurden numerische Strömungssimulatoren durchgeführt und mit einer eigens entwickelten Testeinrichtung die theoretischen Ergebnisse anhand von Prototypentests laufend validiert.
Die nun vorliegenden Projektergebnisse belegen, dass durch geometrische Modifikationen am Kaltwassereinlauf und am innenliegenden Wärmeübertrager nennenswerte Leistungssteigerungen zu erzielen sind. So konnte z.B. die Dauerleitung nach DIN 4708 an dem untersuchten Speichertyp um rund 16% verbessert werden, ohne die Fertigungskosten zu erhöhen. Diese Modifikationen sind nun in die Serienfertigung mit eingeflossen.

(Auszug, Sonderdruck aus HLH 3/2013 - Hier lesen Sie mehr. Zur Sonderveröffentlichung »)

Das diesem Bericht zugrunde liegende Vorhaben wurde mit Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg und der EU gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt der Veröffentlichung liegt beim Autor.

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Ideale Schichtung im Speicher (oben), reale Schichtung im Speicher (unten); Temperaturschichtung wärend der Entladung (links), Temperaturverteilung über die Speicherhöhe z (Mitte) und Entladekurve (rechts).